Militärische Bodenfund Originale
Entwicklung und Geschichte MG42
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Komplettansicht MG13 links DEKO MG 13 Dreyse
MG 34 Panzermantel
MG42 gerader Ladeschieber frühe Ausführung

MG 42 frühe Version

Von der Blechlaterne zum Maschinengewehr 42 und 45

Fotogalerie Maschinengewehr 42  - hier klicken ! MG 42 Hersteller ar 1944

Das MG42 ist wohl eine der bemerkenswertesten Entwicklungen während des zweiten Weltkrieges.

Was haben aber Blechlaternen und eine Waffe gemeinsam?

Aufgrund der ersten Einführung vom MG13 Dreyse für die Reichswehr Anfang der 30er Jahre mit Magazin und Trommel Zuführung war dieses System für ein längeres Dauerfeuer nicht geeignet. Warum diese Waffe eingeführt wurde konnte nie genau gekärt werden.

 

Trommel und Magazin mussten immer wieder geladen werden und auf etwaige Beschädigungen kontrolliert sein. Bei längerem Feuer aus der Waffe war ein Laufwechsel nicht so einfach möglich, zielgerichtetes Feuern auf weitere Entfernung war vom einfachen Zweibein aufgrund Rückstoß und Munitionszufuhr absolut unzureichend.

So stellte sich schnell der Wunsch nach einem universalen Maschinengewehr ein, der zur Entwicklung des MG34 führte. Solide, spannabhebende Verabeitung und exakte Maße waren in der Friedensfertigung kein Problem, im harten Einsatz zeigten sich doch hier die große Anfälligkeit für Verschmutzungen und Funktionsstörungen. Das MG34 war auf dem Weg zur Universalwaffe (leichtes MG, schweres MG auf Lafette und Fliegerabwehr mit Doppeltrommel als Zufuhr) schon ein Meilenstein insbesondere zu anderen Entwicklungen zur gleichen Zeit in den benachbarten Staaten.

Zwingend erforderlicher präziser Arbeitsaufwand und lange Produktionszeiten, so wie der Ruf nach Maschinengewehren für die Front, verlangten einen Nachfolger des Maschinengewehr 34, der schneller und einfacher in der Herstellung sein sollte. Eine Kommision wurde gebildet und Aufträge zur einer Neuentwicklung wurden an Stübgen (Teilbetrieb HASAG), Rheinmetal und Großfuss in Döbeln (Sachsen) vergeben. Wer ist Großfuss mag man sich fragen? (Ab dem Jahre 1914 wurde das Unternehmen von Johannes Großfuß und seinem Sohn Curt Großfuß gemeinschaftlich geführt. Die Hauptprodukte der Fabrikation in dieser Zeit waren hauptsächlich Vogelkäfige, Blechlaternen, Ofenschirme und Kohlenkästen, bessere Haus und Küchengeräte, Waschtische usw.) Rheinmetall war ein Name in der Waffenentwicklung. Die Firma Johannes Großfuss war spezialisiert auf Blechlaternen, Blechverarbeitung und Preßdruckverfahren! Hier wurde mal ein wirklich außergewöhnlicher Schritt der damaligen Kommision zur Waffenentwicklung gegangen um neue Ideen ein Chance zu geben und nicht nur die Lobby der bekannten Hersteller gefragt. Die Entwicklungen von Stübgen und Rheinmetall wurden abgelehnt, alleine aufgrund der Tatsache das es Gasdrucklader waren und keine wirkliche Vereinfachung in der Herstellung brachte.

Die allererste Konstruktion von Großfuss war natürlich nicht so ganz akzeptabel, es fehlte ja Überhaupt die Erfahrung im Waffensektor. Doch die herausragenden konstruktiven Merkmale: Gehäuse der Waffe aus Blechstanzteilen, Rollenverschluß, schneller Laufwechsel waren geboren gaben das Maß der Dinge vor. Der Urvater des zukunftigen Universal - MG42 war geboren!

Mit Hilfe der Kommision wurde Großfuss in technischen Waffendetails unterstützt, Veränderungen und Verbesserungen wurden laufend gemacht. Es entstand das MG39, die in einer kleinen Serie zur Erprobung aufgelegt wurde.


Aufgrund der Erprobungen der neuen Waffe wurden Teile wie die Laufwechselklappe, Verriegelungssystem, Verschluß und viele weitere äußerliche Details den Anforderungen angepaßt. Schwerpunkte wurden auf Robustheit und Stabilität der Teile gelegt, jedoch auch auf Funktionsfähigkeit bei jeder Witterung und starker Verschmutzung. Das MG erhielt dann die Bezeichnung MG 39/41 und wurde in einer Auflage von ca. 1500 Stück zum Truppenversuch ausgegeben. Die Soldaten merkten hier sofort eine ausgezeichnete Waffe in der Hand zu haben und begrüßten die hohe Schußkadenz und die relative einfache Wartung der Waffe. Aus den Rückmeldungen der Truppe über Probleme und Verbesserungsvorschläge wurde das System offiziell 1942 als MG 42 eingeführt! Zubehör vom MG 34 konnte nicht verwendet werden daher wurde eine neue Familie entwickelt. Zum Einsatz als SMG konnte die Lafette für das MG34 grundsätzlich bis auf die Waffenaufnahme weiter verwendet werden ebenfalls die bekannte Gurttrommel für 50 Patronen vom MG34.

Offzielle Hersteller von Maschinengewehr 42 waren:

Mauser , Borsigwalde ,  Code ar 

Gustloff Werke,  Code dfb

Maget, Berlin, Code cra ab 1945 swd

Steyr, Österreich,  Code bnz

weiteres folgt!

Quellenachweise:

 - German Universal Maschine Guns 34 u. 42, Folke Myrvary

-  Wikipedia